Kinder der fremden Sonne

Staub und Krone

Fünf Monate Funkstille. Und seit fünf Monaten kein Gramm Erz mehr.

Solange Auriga lieferte, hat sich niemand für die Kolonie interessiert. Jetzt, wo der Strom versiegt ist, schicken sie Adrian Voss – auf einem Schiff, das nach kaltem Metall und altem Schweiß riecht, mit Leuten, deren Namen er sich nicht merkt.

Niemand sagt ihm, was ihn auf Auriga erwartet. Vielleicht weiß es niemand. Vielleicht will es nur keiner aussprechen.

Kurz vor dem Auslaufen kommt eine Frau an Bord, die hier nicht hingehört. Ihre Papiere tragen dasselbe Siegel wie seine – doch sie trägt es, wie man eine Verkleidung trägt. Und sie sieht ihn an, als wüsste sie längst, wonach er suchen wird.

Voss war einmal ein Mann, der Antworten suchte, weil er die Wahrheit wollte. Jetzt sucht er sie, weil man ihn dafür bezahlt.

Er wird sich wünschen, er hätte nie gefragt.

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